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  Selbsteinschätzung   Aktualisiert am
Donnerstag, 8 Juni, 2006 14:28
 
  Wer bin ich wirklich?  


Yeeeeeeeeeaaaaaaah
Boy!
Das ist ein Zitat von Public Enemy.

 
  Falls mich jemand für irgendwas einstellen möchte, muss er das wissen, oder nicht? Hier kommt die schonungslose Wahrheit.

Wusst ichs doch, man kann nicht einfach ein blöder alter Simpel sein, der in seinem Wäldchen hockt, auf seinem eigenen Misthaufen und warten bis der Humus wird, auf dass es spriesse wie verrückt, nein. Urplötzlich wird man befördert, pardon, erkannt. Und zwar als niemand weniger als dem einen, der da sagt ich bin der ich bin. Und dadurch der Einzige, der ist. Im hier und Jetzt. Sicher. Das ist jeder, und der ist jener Nächste, den wieder jeder lieben soll, wie sich selbst. Das ist der Schöpfungsgedanke, auch klar. Shiva, zum Beispiel, mit den vielen Händen in seinem Tanz, nicht wahr? Der Beste. Cool. Und wenn ich kein Bester der Besten mehr sein will, dann muss es dann auch niemand mehr sein, weil dann auch alle diese kleinen dummen dunklen und lichten Dinger, die ich schuf, automatisch auch ihre Farbe wechseln. In Java oder in XML? Wie hättense es denn gerne? Programmierer in der Matrix, so einen Scheissjob wollt ihr mir unterjubeln? Das lasse ich mir nicht gefallen. Habs doch audsprobiert! Können sie Java oder XML oder CSS? Visual c++, oder wie das Ding heisst, OO Programming eben.

Dabei bin ich von Natur auch eine ganz zarte und feinfühliche Künstlerseele und uralt. Ein anerkannter grosser Weiser (Sein Grossvater erfand den Druckknopf) erkannte in mir ein mächtiges altes Wesen, welches Welten geschaffen hat und noch viele schaffen wird.

Ein berühmter Philosoph der Moderne hielt mich für fähig, Dinge erläuterbar zu machen, die noch keiner kennt, ein anerkannter Psychioater erkannte in mir einen genialen Schauspieler, perfekt und das auch noch unerkannt, einige Schauspieler bestätigten das, auch Regisseure.

Ein Vollblutmusiker erkannte in mir den wohl besten Bassmann mit weisser Hautfarbe (wurde auch von anderen bestätigt), Produzenten wollten mich zum Star kreieren, mehrere Rethoriker einen genialen Redner, Wahrsager den Seher und Hausfrauen wie Wildeste Huren ergötzen sich an meiner Erotik und eine berühmte Psychologin hielt mich für ein verschwendetes Genie (das grösste Lob, das ich je erhielt).

Eine Philosophin, Dichterin und Psychologin höchsten gesellschaftlichen Ranges hob mich über alles, was sie je erlebte, Konzernleitungen versuchten meiner habhaft zu werden um meine "unglaublichen synergetischen Fähigkeiten" (O-Ton) für sie nutzbar zu machen, Fernsehleute wollten, Radioleute und Zeitungsmenschen wie Politiker, alle wollten sie was aus mir machen.

All das habe ich heil überstanden, wurde ganz gemütlich was ich bin.
The beat.
Und jetzt das.

Der Beste soll ich sein. Der, den sie suchen?
Nein wirklich.

Nun, als ich ein Kind war, sehr klein noch, erhielt ich oft Besuch, in meinem Zimmer. Verschiedene Damen und Herren gaben sich dort ein Stelldichein. Man lehrte mich dies und das, scherzte und neckte mich, verlieh mir allerlei nützliche Gegenstände und überhaupt, es war eine schöne Zeit. Später kamen sie seltener und ich fragte mich warum.

Irgendwann las ich ein Buch, in welchem ein alter Yaqui Medizinmann zum Autor sinngemäss sagte: wenn du hinter die Welt sehen willst in die nicht alltägliche Wirklichkeit, dann nutz deine Aufmersamkeit. Schlauer Mann. Seither tue ich das, ich Schärfe meiner Aufmerksamkeit. Das ist alles.
Und die sagt mir ganz laut und deutlich, hier ist Wahn von Wirklichem manchmal nicht ganz eindeutig getrennt.

Ich sags nochmal, etwas deutlicher.
Ich bin ein männlicher Mensch, Beat Conradin Oschwald mit Namen, geboren am 16.03.1961, 12:33 zu Samedan im Oberengadin.
Intelligenzquotient mit dreizehn Jahren gemessem bei etwa 140, 187cm gross, etwa 90 Kilo schwer, Augen blaugrau, Haare dunkelblond, Muttersprachen Rätoromanisch und Schweizerdeutsch.
Ich habe einige besondere Fähigkeiten, das stimmt, die habe ich mir selber (!) antrainiert und ich habe einige Dinge bei ausgewiesenen Fachleuten gelernt.
Derzeit lebe ich mit einer herrlichen weiblichen Person im Konkubinat in einer kleinen bescheidenen Holzhütte an einem Weinberg in Württemberg und schreibe Bücher, die keiner liest über Gedankenexperimente und Lehrgebäude zu verschiedenen wissenschaftlichen Fragen, die niemanden interessieren.
Ich habe eine grosse Klappe, Quak. Ich bin. Was ich immer sein wollte. Ich bin glücklich und zufrieden. the beat Alles andere ist eine infame Unterstellung und wird von mir entschieden zurückgewiesen. Und ich behalte mir das Recht vor, mich selbst, kokett oder nicht, zu bezeichnen wie es mir beliebt. Das ist ein Exklusivrecht. Und dieses gilt für alle an- und abwesenden Geschöpfe wie auch für Götter oder solche die es werden wollen, zu sein glauben, ahnen, wissen oder umgekehrt oder nicht. Klar? Just me, myself and i. The rest are others, i altri, vos otros, tout le monde, tamen, tuot ils oters, eben Andere.

   
       
 
 
     
 
 
 
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